Ich trinke nur Tee, wenn ich krank bin...
Diesen Satz höre ich im Laden öfter, als man glauben würde.
Manchmal fast entschuldigend.
Manchmal mit einem Lachen.
„Eigentlich mag ich ja keinen Tee.
Ich trinke nur Tee, wenn ich krank bin.“
Und jedes Mal denke ich mir:
Das ist eigentlich ziemlich schade.
Woher dieses Bild überhaupt kommt
Viele verbinden Tee mit Erkältung, Halsweh und Fieberthermometer.
Kamillentee im Bett.
Pfefferminztee mit Honig.
Irgendwas Warmes, wenn man sich elend fühlt.
Und ja – klar.
Tee passt da perfekt rein.
Aber genau dadurch ist über die Jahre dieses Bild entstanden:
Tee = Medizin.
Tee = Notlösung.
Tee = etwas, das man nur trinkt, wenn es einem schlecht geht.
Kein Wunder also, dass viele sagen, sie mögen keinen Tee.
Wenn man etwas nur mit Kranksein verbindet, bekommt es automatisch einen Beigeschmack.
Was mir im Laden immer wieder auffällt
Das Lustige ist:
Genau diese Menschen stehen dann bei mir vor einer Dose Schwarztee, Oolong oder einer milden Fruchtmischung, riechen daran – und sagen:
„Okay… der riecht aber echt gut.“
Nicht, weil der Tee magisch ist.
Sondern weil er nichts mit Kamillentee im Krankenbett zu tun hat.
Tee ist kein Heilmittel. Er ist ein Alltagsgetränk.
Tee war historisch nie nur ein Krankheitsgetränk.
In vielen Kulturen ist er genau das Gegenteil:
Alltag.
Begleiter.
Ritual.
Morgens, mittags, abends.
Bei Gesprächen.
Beim Arbeiten.
Beim Lesen.
Beim Nichtstun.
Er wärmt, ohne zu überdrehen.
Er belebt, ohne zu pushen.
Er beruhigt, ohne müde zu machen.
Das ist etwas völlig anderes als „Notfalltee“.
Warum so viele glauben, sie mögen keinen Tee
Ganz ehrlich:
Viele mögen keinen Tee, weil sie nie guten Tee getrunken haben.
Was sie kennen, ist:
-
abgestandener Beuteltee
-
zu lange gezogen
-
bitter
-
langweilig
-
mit Zucker ertränkt
Wenn das deine Referenz ist, dann ist es logisch zu sagen:
„Ich mag keinen Tee.“
Das ist ungefähr so, als würde man sagen:
„Ich mag keinen Kaffee“,
nachdem man einmal einen kalten Automatenkaffee getrunken hat.
Der Moment, in dem sich etwas ändert
Ich sehe das ständig im Laden.
Jemand sagt:
„Ich trinke eigentlich nur Tee, wenn ich krank bin.“
Wir reden kurz.
Ich frage, was er sonst gern trinkt.
Kaffee.
Milchkaffee.
Mineralwasser.
Fruchtsaft.
Ich gebe ihm eine Kostprobe von einem →Schwarztee oder →Oolong mit.
Und dann kommt fast immer derselbe Satz:
„Okay… so hab ich mir Tee nicht vorgestellt.“
Genau da kippt das Bild.
Ein kleiner, sicherer Einstieg
Genau für Menschen, die sagen
„Ich trinke eigentlich nur Tee, wenn ich krank bin“
haben wir unsere →Probierpakete zusammengestellt.
Nicht als Mutprobe.
Nicht als Verpflichtung.
Sondern als Einladung.
Ein paar unterschiedliche Teesorten, kleine Mengen, kein Druck.
Einfach ausprobieren, was dir schmeckt – zu Hause, in deinem Tempo.
Viele merken erst so,
dass Tee nichts mit Kamillentee im Krankenbett zu tun haben muss.
Manchmal reicht eine einzige Sorte,
damit sich das ganze Bild von Tee verschiebt.
Und genau dafür sind diese Pakete gedacht
Tee darf auch einfach gut schmecken
Tee muss nichts können.
Er muss nicht entschlacken.
Nicht heilen.
Nicht beruhigen.
Er darf einfach schmecken.
Warm.
Rund.
Angenehm.
So wie ein gutes Brot.
Oder ein Glas Wein am Abend.
Oder ein Kaffee, weil man ihn mag – nicht, weil man ihn braucht.
Mein Fazit
Wenn du sagst:
„Ich trinke nur Tee, wenn ich krank bin.“
Dann sage ich:
Vielleicht hast du einfach noch nie den richtigen Tee für dich gehabt.
Tee ist kein Krankengetränk.
Er ist ein Lebensgetränk.
Und manchmal braucht es nur eine einzige gute Tasse,
um dieses Bild für immer zu ändern.